Foodpairing

Über geschmackliche Symbiose

und die richtige Inspiration

Uwe Spitzmüller zählt zu diesen Experten. Der Foodblogger aus Nürnberg begeistert sich im Alter von vier Jahren erstmalig selbst für das Kochen — und serviert seinen Eltern in Wasser gekochte Äpfel. Heute besteht seine Marinade aus mehr als nur Wasser. Heute kann Uwe Spitzmüller hunderte Zutaten und Aromen so kombinieren, dass es schmeckt. Immer wieder neu und oft erfrischend anders.

Aus einem unbedarften Start als Koch wurde ein ernst zu ­nehmendes Hobby. Aus einem Interesse für Kulinarik entstand der Wunsch, auch bei anderen die Lust aufs Kochen zu wecken. Menschen zu inspirieren, Rezepte auszuprobieren. Und genau diese Inspiration holen sich täglich etliche Besucher, die auf Uwes Foodblog landen. Die einen ersten vorsichtigen Blick auf die unzähligen kulinarischen Kreationen werfen. Dann einen neugierigen zweiten. Und nach einem dritten Blick wissen, dass wohl kaum jemand mit so viel Leidenschaft, mit so viel Kreativität dabei ist. »Mein Blog ist 2009 entstanden«, sagt Uwe Spitzmüller. »Einfach, weil ich gerne esse und koche, aber genauso gerne ­schreibe und fotografiere. So konnte ich alles miteinander kombinieren.« Und bei vielen Lesern nicht nur das Interesse für Kulinarik wecken, sondern auch zeigen, welche Gerichte, welche Zutaten zueinander passen.

Prickelnde Inspiration:

Foodpairing mit Fürst von Metternich

Welche Gerichte zur bekannten Sektmarke Fürst von Metternich ­passen, das hat auch die Unternehmenskommunikation von ­Henkell ­& Co. interessiert. Also kontaktiert sie den Foodblogger. Bittet ihn, doch mal kreativ zu ­werden. Sich an den verschiedenen ­Sekt­sorten auszuprobieren. »Hier kommt ­wieder Foodpairing ins Spiel«, erklärt Uwe Spitzmüller. »Ziel war es, Kombinationen von Menü und Sekt zu entwickeln, die sich gegen­seitig unterstützen. Die Aromen werden dabei so kombiniert, dass das Getränk den ­Geschmack des Essens verstärkt und anders­herum.« Eine geschmack­liche Symbiose nennt er das. Und verbringt Stunden mit der Vorbereitung, damit jedes Gericht des Drei-­Gänge-Menüs ­einzigartig wird. Die Rezepte? Entwickelt er selbst, sodass sie genau zu den Sektaromen passen. Etwa vier Stunden überlegt Uwe ­Spitzmüller, was man wie machen könnte. Macht sich Gedanken zu den ­verschiedenen Geschmacksnuancen der Sektsorten. »Dann habe ich mich an verschiedenen Zutaten ausprobiert. Immer wieder kombiniert und abgeschmeckt. Erst dann folgt das wirkliche Kochen. Und irgendwann entsteht ein Rezept.« Ein Rezept, in dem ­stundenlange Arbeit steckt. Mehr als zehn Stunden hat der Foodblogger in der Küche verbracht, um drei Gänge mit fünf Gerichten zu den Fürst von Metternich Sekten ­entstehen zu lassen. Zwei extravagante ­Vorspeisen, Fisch oder Fleisch im Hauptgang und ein süßes Dessert.

»Als Vorspeise gibt es Jakobsmuscheln mit Vanillebutter, Estragon und Risotto. Die Aromen passen besonders gut zum fruchtigen Fürst von Metternich Chardonnay, der sich durch eine feine Säure auszeichnet«, weiß Uwe Spitzmüller. Und weil er sich nicht auf eine ­kulinarische Schiene, auf vegan oder vegetarisch festlegen möchte, gibt es von allem etwas. Im Hauptgang überzeugt köstliches Lamm mit Ratatouille, Tomaten und Polenta zum feinfruchtigen Fürst von Metternich Rosé. Alternativ gibt es gebratenen Zander mit Salbeibutter und Kartoffel-Sellerie-Püree, zu dem sich der Fürst von ­Metternich Riesling Sekt Extra Trocken gesellt. »Das Menü schließt mit einem fruchtigen Mango-Minze-Sorbet, das wiederum hervorragend zu den Fruchtaromen des Chardonnays passt«, blickt Uwe Spitzmüller auf sein Tageswerk zurück. Fünf Rezepte und ganz viel neue Geschmacksvielfalt hat er an diesem Tag entwickelt. Zu viel Vielfalt, um sich in eine bestimmte Richtung drängen oder geschmacklich einschränken zu lassen, findet er. »Ich bin ein Genussmensch. Ich probiere Neues aus, halte mich nicht stoisch an Anweisungen.« Das ist wohl das, was seine Rezepte ausmacht. Und den Reiz des Kochens sowieso.

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aus der Pearls!

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