Food for your soul

Und in der ist sie mittlerweile schon seit vier Jahren zu Hause. Im Mai 2014 startet Trickytine, wie Christine sich online nennt, ihren Foodblog. Blauäugig, verträumt, spielerisch. Heute ist das Bloggen ein bedeutender Teil ihres Alltags. In ihren Beiträgen schafft Trickytine kulinarische Kreationen und außergewöhnliche Gaumenfreuden. Jeden Leser nimmt sie mit auf eine kreative Geschmacksreise. Aber angefangen hat eigentlich alles vor vielen Jahren — in der heimischen Küche. »Die Leidenschaft zum Essen und zum Genuss war bei mir bereits früh da. Meine Mutter ist eine fabelhafte Köchin und sie macht auch heute noch die besten Maultaschen und die leckerste Eierlikörtorte. Diese schönen Erfahrungen in der Küche haben sich wohl geschmacklich und emotional in meinem Herzen und auf der Zunge eingebrannt«, meint Trickytine lachend.

IM WIRKLICHEN 

LEBEN

Kreative Spielwiese

Gekocht hat die Bloggerin schon immer gerne. »Mit dem Backen habe ich aber erst vor vier Jahren begonnen. Dieses kreative Arbeiten mit Mehl, Eiern, Butter und Zucker hat mich damals so fasziniert, dass ich nicht mehr damit aufhören konnte.« Also startet Trickytine ihren Blog. Ein Blog, der wie eine kreative Spielwiese ist. Der Raum bietet, um Dinge auszuprobieren. Ein Blog, der weder Hobby noch Beruf ist — sondern Herzblutprojekt. »Ich habe mittlerweile eine treue Lesergemeinde, die mitliest und mitfiebert. Die nachkocht und nachbackt. Ich liebe diesen Austausch und sehr oft berühren mich persönliche Nachrichten auf eine ganz spezielle Art und Weise«, erzählt sie. Und trotzdem ist ihr Herzblutprojekt auch ein klein wenig Arbeit. Ein Blog lebt erst richtig auf, wenn er intensiv betreut und befüllt wird. Neue Rezepte und Ideen wollen konzipiert werden. Die Einkäufe erledigt und das Gericht gekocht oder gebacken, das Rezept aufgeschrieben werden. Anschließend stylt Trickytine das Set und shootet das fertige Rezept. Foodfotografie. Es folgt die Bildbearbeitung. Und ein Text, eine schöne Geschichte, die von dem Gericht handelt. Erst dann kann sie den Blogpost auf verschiedenen Kanälen teilen. Und erst dann die vielen Nachrichten und Kommentare ihrer Leser beantworten. »Mit meinem Blog bin ich gewachsen, habe Fehler gemacht und unglaublich viel gelernt.«

Küchen-Yoga

Steht Trickytine in der Küche, kocht sie oft nach Gefühl, nach Saison und Appetit. Ihre Rezepte entstehen aus reiner Neugier heraus. Deshalb sind auf ihrem Blog auch selten genaue Angaben wie 1/2 Teelöffel Salz oder 1/4 Umdrehung Pfeffer aus der Mühle zu finden. Beim Kochen folgt sie ihrem Bauchgefühl. Beim Backen meistens dem Rezept. »Das Backen widersprach meinem eher chaotisch anmutenden Küchen-Ich doch sehr, deshalb habe ich wohl auch so spät damit angefangen. Heute empfinde ich diese genau festgelegten Arbeitsschritte sehr beruhigend — das hat fast etwas von Küchen-Yoga.« Und wenn Trickytine eines gelernt hat in den vielen Stunden, die sie so gerne in der Küche verbringt — dann, dass man manchmal Geduld haben muss. Für ein gutes Stück Schmorfleisch zum Beispiel. Für das Stürzen eines warmen Kuchens. Oder für das Naschen von gerade gekochtem, sehr heißen Salzkaramell.

Immer auf Vorrat

Immer vorrätig müssen Butter und Eier sein. Gutes Salz. Ihr Lieblingsolivenöl. Und eine Flasche Rosé Mionetto. Zu einem Henkell Sekt greift sie sowieso richtig gerne, meint die Stuttgarterin, um Rezepte mit einem leckeren Schuss Sekt zu zaubern — wie den cremigen Rührkuchen auf der nächsten Seite.

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