Klappe, die 134.te

Was ist eigentlich dran an diesen Serien? Wir sehen sie fast genauso oft wie die besten Freunde. Und wenn wir ehrlich sind: Manchmal sogar öfter. Ob allein, als festes Date mit dem oder der Liebsten auf dem Sofa oder beim Mädelsabend mit einem Glas Prosecco: Serien, sie sind einfach eine Stunde Urlaub vom Ich. Und bringen garantiert immer etwas mit, das wir genießen: Spannung und Entspannung. Drama und Witz. Große Gefühle und Bilder, die Spaß machen. Dabei müssen sie nicht mal berauschend sein, um süchtig zu machen. Bist du einmal eingestiegen, musst du dich nicht ständig auf neue Gegebenheiten einlassen. Du kennst den Ort, die Charaktere und kannst sicher sein, dass das eine oder andere Problem nach einer knappen Stunde gelöst sein wird. Es wird auch ungelöste geben, klar, deshalb müssen wir dringend nachsehen, wie's weitergeht. Außerdem erscheint das eigene Leben so herrlich normal und die Knabbereien schmecken bei so viel Unterhaltung gleich viel besser. Wir haben eine Best-of-Liste für dich zusammengestellt: Stell schon mal die Getränke kalt!

 

Game of Thrones

In einem Land, wo sich die Sommer über Dekaden erstrecken und die Winter ein ganzes Leben dauern, brauen sich in allen Himmelsrichtungen Probleme zusammen, während zwei Familien sich ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel um die Macht liefern. Sex, Intrigen, Drachen, Kostüme mit Wow-Faktor – und in jeder Staffel stirbt einer der Hauptdarsteller: All das macht den Reiz von Game of Thrones aus.

Suits

Harvey Specter ist einer von Manhattans besten Firmenanwälten und dazu noch unglaublich smart. Als er von seinen Bossen den Auftrag bekommt, einen neuen Partner zu suchen, genügt nur ein Kandidat seinen hohen Anforderungen: Mike Ross, dem er durch Zufall über den Weg läuft. Also gibt er ihm den Job. Das Problem: Ross hat das College geschmissen, verdient seinen Lebensunterhalt am Rande der Legalität und obwohl er mehr Fähigkeiten als jeder Harvard-Absolvent hat, besitzt er keine Anwaltszulassung. Um ihre Jobs zu retten, müssen Harvey und Mike vor ihrer Chefin Jessica Pearson und den anderen Mitarbeitern der Kanzlei eine Charade aufführen.

Sex and the City

Die Mutter aller Frauenserien: Seit Carrie & Co. wissen wir, was Manolos sind und dass sie so viel wie ein Kleinwagen kosten, wie man einen Cosmopolitan stilecht schlürft und dass man Schuhe auch auf einer Privatparty nicht ausziehen darf. Dabei sind die Mädels doch fast so neurotisch, liebenswert und nervtötend, wie die eigenen Freundinnen, nur in der Regel schicker angezogen, besser manikürt und in New York statt in Rüttenscheid zuhause – eben Prosecco für die Augen, absolutes Pflichtprogramm!

Homeland

Claire Danes in der Rolle ihres Lebens. Als CIA-Agentin Carrie Mathison mit bipolarer Störung läuft sie im Kampf gegen den Terror zu Höchstleistungen auf. Primär geht es um einen von Islamisten gekidnappten Marine, der nach seiner Befreiung in die USA zurückkehrt und – nach Meinung von Carrie – ein Schläfer ist. Auch die Zuschauer wissen nicht: Ist er es nun oder doch nicht? Extrem spannend. Mit hohem Suchtfaktor.

The Downton Abbey

Es geht um eine Adelsfamilie und ihr Personal in England am Anfang des 20. Jahrhunderts. Und genau das macht den Reiz aus: Die ständigen Sprünge von unten, wo die Angestellten wohnen, ins herrschaftliche Oben, bringen eine bis dato ungekannte Fülle an erzählerischen Möglichkeiten – und, ja, auch an Möglichkeiten, Intrigen zu spinnen. Die Detailverliebtheit bei der Inszenierung von Schauplätzen und Kostümen tut ihr Übriges.

House of Cards

Politik in Washington? Klingt erst einmal ziemlich langweilig. Doch wenn man die ersten zwei bis drei Folgen von House of Cards angeschaut hat, ist man mittendrin im Sumpf aus Korruption, Machtspielen, Vetternwirtschaft – und Politikern, die vor nichts zurückschrecken, auch nicht vor Mord. Man fiebert dank eines brillanten Kevin Spacey mit, der immer wieder direkt mit den Zuschauern spricht. Man weiß, dass man ihn hassen sollte, bewundert ihn insgeheim aber auf eine Art und Weise, die einem die eigenen Seelenabgründe vor Augen führt.

Breaking Bad

Die Serie mit dem wohl größten Suchtfaktor der vergangenen Jahre. Für alle, die noch nicht angefixt sind, hier kurz die Handlung: Der Highschool-Chemielehrer Walter White hat Krebs und finanzielle Nöte, ohne Geld gibt es in den USA nämlich auch keine Therapie. Deshalb fängt er an, Crystal Meth zu kochen und gerät immer tiefer in die Kreise der Drogendealer. Man verfolgt das Ganze mit einer Mischung aus Sympathie für Walter und Entsetzen darüber, wie aus einem bürgerlichen Spießer ein skrupelloser Krimineller werden kann.