Ich kann dich gut riechen

Wie entsteht eigentlich ein Parfum? Was unterscheidet ein Eau de Toilette von einem Eau de Parfum? Und duftet ein bestimmtes Parfum eigentlich an jedem Menschen gleich? Wir haben uns für euch auf die Suche nach Antworten auf diese – und viele weitere Duftfragen – gemacht.

 

1) Eau de... was denn nun?

Als wäre die Auswahl an Düften nicht schon groß genug, sind viele von ihnen auch noch in verschiedenen Variationen erhältlich. Man unterscheidet in der Regel zwischen Eau de Toilette, Eau de Parfum und Parfum. Dabei unterscheiden sich nicht nur Namen und Preise, sondern vor allem die Konzentration an Duftöl im Produkt. Das heißt: Ein Parfum enthält etwa 15 bis 30 Prozent Duftöl, ein Eau de Parfum circa 10 bis 14 Prozent und ein Eau de Toilette nur 6 bis 9 Prozent. Parfum verwendet man dementsprechend sparsam, Eau de Toilette großzügiger.

 2) Wohin damit?

Die meisten Menschen sprühen Parfum, gerade wenn sie den Duft erst einmal testen möchten, auf die Innenseiten der Handgelenke. Durch die pulsierende Vibration verströmt der Duft gut und ist auch für die Umgebung wahrnehmbar. Auch Hals und Dekolleté eignen sich gut, wenn du möchtest, dass andere deinen Duft wahrnehmen. Möchtest du den Duft eher dezent platzieren, trage das Parfum im Nacken auf.

3) Stimmungsmacher

Gerüche und Düfte sind wahre Alleskönner. Es gibt solche, die dich bei Stress beruhigen und solche, die deine Stimmung positiv beeinflussen können. Es gibt Düfte, die du sofort mit bestimmten Erinnerungen verknüpfst, sobald sie dir in die Nase steigen. Andere wiederum haben eine Schutzfunktion und sorgen beispielsweise dafür, dass du keine verdorbenen Lebensmittel zu dir nimmst.

4) Die Kunst der Komposition

Die Kreation von Düften ist eine wahre Kunst. Längst arbeiten Parfumeure bei der Komposition von Parfums nicht mehr nur mit ihrer Nase, sondern auch mit modernster Technik – doch Kenntnisse über Duftnoten, Duftfamilien und Duftintensitäten sind unabdinglich. Bei einer Duftkomposition handelt es sich um eine Mischung aus natürlichen und synthetischen Riechstoffen. Genauer gesagt: Jedes Parfum besteht aus verschiedenen Duftnoten – Kopfnote, Herznote, Basisnote. Die Kopfnote (oftmals Zitrusnuancen und Blütenaromen) steigt uns immer zuerst in die Nase und verfliegt in der Regel nach sehr kurzer Zeit. Anschließend nehmen wir die Herznote wahr, die 50 bis 80 Prozent der Duftkomposition ausmacht. Die Basisnote (oftmals Holz- und Moschusaromen) entfaltet sich nach etwa zwei Stunden und stabilisiert die gesamte Duftkomposition.