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Besonders edle Sekte
Prickelndes hat schon immer außergewöhnliche Gelegenheiten unterstrichen: Mit einem Glas Sekt oder Champagner feiert man auch heute besondere Momente im Leben oder besiegelt bedeutende Geschäfte und Verträge. Doch was zeichnet einen edlen Tropfen, der einem wichtigen Anlass gerecht wird, eigentlich aus? Wer einen exquisiten Schluck sucht, wird oft gerade bei den Produkten fündig, deren Herstellung sich an der Urform der traditionellen Sektbereitung orientiert: der Méthode Champenoise, also der klassischen Form der Champagnerherstellung.

 

Traditionelle Flaschengärung – Méthode Champenoise
Zwar darf heute nur der Schaumwein, der aus der Champagne stammt, den Namen Champagner tragen. Es gibt jedoch unter der großen Auswahl an Sekten ganz besondere Schätze, die mit der gleichen Sorgfalt wie Champagner hergestellt werden und einen Vergleich mit ihm nicht scheuen müssen. Dabei wird die Versektung nach der traditionellen Flaschengärung vorgenommen, bei der die zweite Gärung in der Flasche stattfindet.

 

Dieses Verfahren wird vorwiegend zur Erzeugung von Winzersekten sowie für besonders exklusive Cuvées großer Sektkellereien angewandt: Jede einzelne Flasche erfährt eine Sonderbehandlung.

 

Komposition als Meisterstück
Nach der sorgfältigen Komposition der Grundweine erhält die Cuvée einen Zusatz von Zucker und Hefe. So wird die zweite Gärung gestartet. In schwere Sektflaschen abgefüllt und mit Kronkorken verschlossen lagert der zukünftige Sekt nun mindestens neun Monate auf der Hefe.

 

Nach Beendigung der Lagerzeit wird die Hefe wieder aufgeschüttelt. Dazu muss jede Flasche entweder einzeln per Hand täglich gedreht, das heißt „gerüttelt“, werden. Oder aber sie wird – wenn es sich um maschinelles „Abrütteln“ handelt – durch eine halb- oder vollautomatische Rüttelmaschine bewegt. In beiden Fällen stecken die Flaschen kopfüber in einem Rüttelpult. Ziel ist, durch das Rütteln und Drehen der Flaschen um ihre Längsachse die Hefe schließlich am Kronkorken zu sammeln. Ein anschließendes Gefrierbad lässt die Hefe im Flaschenhals zu einem Pfropf erstarren.

 

Nun erfolgt das Degorgieren: Der Hefepfropf wird vom Sekt getrennt, wobei das Getränk in seiner Flasche verbleibt. Danach erhält jede Flasche einzeln ihre abgestimmte Versanddosage, also eine genau bemessene Menge von in Wein gelöstem Zucker, die für einen harmonischen, nicht zu herben Geschmack sorgt. Anschließend wird endgültig verkorkt.

 

Beste Lagen, edle Tropfen
Ausgezeichnete Anbaulagen sorgen für erstklassige Qualität der Ausgangsweine – neben der besonders sorgfältigen Herstellung ist dies ein weiteres Geheimnis von exzellenten Sekterzeugnissen.

 

Das Haus Menger-Krug aus dem pfälzischen Deidesheim steht seit langem für deutsche Spitzenprodukte. Seine Edelsekt-Kollektion umfasst fünf Cuvées, von denen jede einen unverwechselbaren Charakter hat und durch ihr anhaltendes, feinperliges Mousseux verführt. Alle Grundweine sind „brut“ ausgebaut. Bei der Kelterung wird ausschließlich die erste Pressung verwendet. Ob Chardonnay Brut, Rosé Brut, Cuvée Zero, Riesling Brut oder Pinot Brut – bei jedem Sekt können sich die fruchtige Eigenart und das spritzige Temperament seiner Ausgangsweine ausgezeichnet entfalten.

 

Auch bei Henkell in Wiesbaden-Biebrich finden Sektliebhaber unter dem Namen des Firmengründers ganz besonders exklusive Edelsekte: Für Adam Henkell Brut werden erlesene französische Chardonnay-Weine zu einer Prestige-Cuvée komponiert, die Sekt mit einem außergewöhnlichen Charakter hervorbringt. Um den besonderen Geschmack von Adam Henkell Rosé Brut zu erzielen, werden Gamay- und Pinot-Noir-Weine aus den oberen französischen Weindomänen verwendet.

 

Ebenfalls zur absoluten Premiumklasse zählt Fürst von Metternich Brut Jahrgang der Fürst von Metternich-Sektkellerei, der ausschließlich aus Rieslingweinen eines Jahrgangs aus dem Bereich Johannisberg im Rheingau komponiert wird. Die sorgfältig ausgewählte Cuvée überrascht Sektfreunde mit einer ganzen Bandbreite von fruchtigen Aromen. Aufgrund der ausgewählten Herkunft der verwendeten Rieslingtrauben steht von diesem besonderen Lagensekt jährlich nur eine begrenzte Menge zur Verfügung.

 

Auf seiner Suche nach einem luxuriösen Tropfen, der ganz offiziell den Namen Champagner tragen darf, wird der Kenner z. B. in Epernay bei der Kellerei Alfred Gratien fündig. Beste Trauben, vor allem die Rebsorten Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir, sowie hohe handwerkliche Standards in der Herstellung bestimmen die Produktion. Der frische Most handverlesener Trauben für die Prestige-Cuvées wird hier in kleinen Eichenfässern vergoren. Während andere Champagner mit Kronkorken heranreifen, verwendet die Kellerei für ihre Jahrgangschampagner ausschließlich Naturkorken. Der Kellermeister muss daher beim Degorgieren jede einzelne Flasche überprüfen.

 

Weil sich herausragende Qualität, die so viel Handarbeit erfordert, nicht unbegrenzt steigern lässt, kommen jedes Jahr nur 250.000 Flaschen von Champagne Alfred Gratien auf den Markt.

 

Jede Flasche ein Original
Ganz gleich, ob zur Sektherstellung die moderne Fass- oder die traditionelle Flaschengärung eingesetzt wird, beide Varianten bringen ausgezeichnete Sekte hervor – wenn beste Grundweine verwendet werden.

 

Das Besondere an der Méthode Champenoise ist die geringe Menge an Feinhefe, die nach dem Degorgieren in der Flasche verbleibt. So heben sich die nach der Champagner-methode hergestellten Sekte von anderen Produkten gerade durch ihre Individualität ab: Jede Flasche bringt ganz besonders gut die Eigenart der Weine des betreffenden Weingutes oder der Region zur Geltung, da sich der verbleibende Heferest immer ein wenig anders verhält. So überrascht jede Flasche durch feine Nuancen im Geschmack – echte „Individualisten“ für besondere Momente im Leben, die das Herz höherschlagen lassen.

 

Sekt sollte so einzigartig sein, wie die Person, mit der man ihn trinkt.

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