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Wie kommen die Perlen in den Sekt?
Das Kohlendioxid, das im Sektglas so schön perlt und dem Getränk sein einzigartiges feines Prickeln verleiht, entsteht bei der für Sekt typischen zweiten Gärung. Dazu wird die sorgfältig komponierte Cuvée aus edlen jungen Weinen mit Kristallzucker und Reinzuchthefe versetzt, um die zweite, entscheidende Gärung auszulösen.
Die zweite Gärung findet in einem druckfesten Behälter statt, entweder in der Flasche oder in einem Fass. Unter Einwirkung der Hefe wird der Zucker in Alkohol und CO2 umgewandelt. Die sich dabei bildende Kohlensäure kann dem Behälter nicht entweichen, sondern bleibt im Wein gelöst, der dadurch seine Perlen gewinnt, jedoch seinen natürlichen Zuckeranteil verliert. Bei einem Druck von 6 bar hören die Hefezellen auf zu arbeiten. Der Sekt ruht jetzt noch mindestens sechs Monate auf der Hefe, was entscheidend zur Bildung seines feinen Aromas beiträgt. Mit der so genannten „Versanddosage“ wird der nun absolut trockene Sekt harmonisch abgestimmt. Hierbei wird eine genaue, nach EG-Richtlinien bemessene Menge in Wein gelösten Zuckers zugesetzt, die bestimmt, ob der Sekt brut, trocken, halbtrocken oder mild ist.
Vor der endgültigen Abfüllung werden die Heferückstände entfernt und der Sekt kommt kristallklar in die Flasche. Die charakteristischen Perlen entstehen erst, wenn die Flasche geöffnet wird. Vom Druck befreit sammelt sich die Kohlensäure zu feinen Bläschen, die langsam perlend im Glas aufsteigen und für den prickelnden Genuss sorgen.
Sicher verschlossen: Wie kommt der Korken in die Flasche?
Sektkorken werden heute in der Regel maschinell hergestellt und gepresst. Manchmal erfolgt das Pressen auch noch durch eine Handmaschine. Der Korken wird dann mit einem Stößel in die Flasche gedrückt. Sehr wichtig ist – gerade bei einem Naturkorken – die Qualität des verwendeten Materials. Um den kostbaren Inhalt zu schützen, muss er bruchfest, drehfest (bis 45 Grad Torsionswinkel) und extrem dicht sein. -
Wie kalt soll Sekt getrunken werden?
Nur gekühlter Sekt bietet das volle Genusserlebnis. Zu große Kälte wiederum lässt den Geschmack schwinden. Die Farbe bestimmt die perfekte Trinktemperatur:
- bei weißem Sekt zwischen 5–7 °C
- bei Rosé-Sekt zwischen 6–8 °C
- bei rotem Sekt zwischen 9–11 °CUnser Experten-Tipp: Mit einem kleinen Trick erhält der Sekt schnell die ideale Temperatur – zum Beispiel bei spontaner Lust auf ein Glas Sekt oder unerwarteten Gästen: Sektkühler mit kleinen Eisstückchen füllen, mit Wasser übergießen und mit ca. 2 Esslöffel Salz bestreuen. Dann taut das Eis und es entsteht Verdunstungskälte. Die Flasche in der Kältesole ungefähr 10 Minuten vorsichtig um den Flaschenhals drehen – schon hat Ihr Sekt Trinktemperatur erreicht. Der Fachmann nennt dieses Verfahren „frappieren“.
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Soll man den Korken knallen lassen?
Zugegeben: Knallende Sektkorken unterstreichen überschäumende Freude und geben seit jeher das Signal zum Feiern. Doch nicht nur empfindlichen Gästen zuliebe liegt man mit der dezenten Variante immer besser. Wird die Flasche zu schnell geöffnet, schäumt der Sekt durch den plötzlichen Druckverlust über – schade um den köstlichen Tropfen.
So macht’s der Profi: Vorsichtig Folie und Drahtkörbchen entfernen, die Flasche dabei nicht zu heftig bewegen. Den Korken mit einer Serviette greifen und langsam aus dem Flaschenhals drehen. Halten Sie den Verschluss dabei gut fest und lassen Sie das Kohlendioxid langsam aus der Flasche entweichen. Die Flasche am besten in einem 45-Grad-Winkel halten, damit weniger Druck auf den Korken wirkt und das Öffnen erleichtert wird. Sollte der Stopfen zu fest sitzen, leistet eine Sektzange (ersatzweise ein Nussknacker) gute Dienste.
Abgebrochene Korken werden mit dem Korkenzieher geöffnet, wobei man am besten den Flaschenhals mit einer Serviette umwickelt. Aber Vorsicht: Niemals die Mündung der Flasche auf Zuschauer oder das eigene Auge richten, um Verletzungen zu vermeiden. Statt mit lautem Knall ist die Sektflasche nach diskretem „Plopp“ zum Einschenken bereit – und der Sekt dankt die professionelle Behandlung durch lebendige und länger anhaltende Perlung.
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Wie schenkt man den Sekt richtig ein?
Perfektionisten greifen mit dem Daumen in die Höhlung des so genannten Stichbodens der Flasche, den gehobene Sektmarken besitzen. Der Gastgeber hält die Flasche so, dass der Gast das Etikett sehen kann, damit er erfährt, aus welchem Hause der Schaumwein stammt. Dann wird erst nur wenig Sekt in jedes Glas gegossen, um ein hohes Aufschäumen zu vermeiden. Danach füllt man jedes Glas bis zu zwei Drittel auf, wobei man die Flasche mit einer kurzen Drehung vom Glas entfernt.
Der Löffel im Flaschenhals: Wirksame Methode für längeres Prickeln oder nur Legende?
Bei der Methode „Löffel im Flaschenhals“ handelt es sich tatsächlich um eine Legende. Eine geöffnete Flasche Sekt hält am besten mit einem Sektflaschenverschluss, der die Flasche dicht abschließt. Eine mindestens halbvolle Sektflasche kann damit ihre Kohlensäure im Kühlschrank für gut einen Tag halten. Grundsätzlich empfiehlt es sich jedoch, Sekt direkt nach dem Öffnen der Flasche zu trinken, denn nur dann hat er sein volles Aroma und auch den höchsten Anteil an Kohlensäure. -
Richtiges Aufbewahren: Wie lange hält sich Sekt?
Sekt wird auf dem Höhepunkt seiner Reife ausgeliefert und sollte deshalb möglichst jung getrunken werden. Und wenn sich einmal längere Zeit kein Anlass bietet? Ein starker Charakter wie Henkell Trocken bleibt seinem Geschmack über viele Monate treu. Bis zu einem Jahr können Sie ihn problemlos aufbewahren, wenn die Flasche kühl, dunkel, vor allem aber stehend gelagert wird. Nicht vergessen: Vor dem Servieren auf die ideale Genusstemperatur bringen.
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Wie ist die deutsche Schaumweinsteuer enstanden?
Die Schaumweinsteuer, auch unter dem Namen Sektsteuer bekannt, wurde bereits vor dem Ersten Weltkrieg von Kaiser Wilhelm II. zur Finanzierung der kaiserlichen Flotte eingeführt. Die Steuer hat den Kaiser nebst Flotte überlebt und änderte im Laufe des letzten Jahrhunderts nur hin und wieder ihren Namen. Mal hieß sie Banderolensteuer, dann Staffelsteuer oder auch Wertsteuer.
Heute wird diese Verbrauchssteuer für Schaumwein und andere Getränke mit einem bestimmten Alkoholgehalt erhoben, für handelsüblichen Sekt zurzeit 136 Euro je Hektoliter. Wer also eine 0,75-Liter-Flasche kauft, entrichtet 1,02 Euro Schaumweinsteuer. Etwa 450 Millionen Euro werden auf diese Weise jährlich vom Staat eingenommen.
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Das richtige Sektglas – wie sieht es aus?
Aus dem richtigen Glas getrunken, bekommt der Sektgenuss den letzten Schliff. Traditionell wird Sekt aus schlanken, hohen Kelchen oder leicht ballon- bzw. tulpenförmigen Gläsern getrunken. Am besten verwenden Sie dünnwandige, schlanke Gläser, denn darin kann der Sekt sein volles Bukett am besten entfalten. Ideal sind Gläser, die an ihrer tiefsten Stelle eine Aufrauhung besitzen, den sog. Moussierpunkt. Hier entbindet sich das Mousseux und steigt in einer Kette kleiner Perlen an die Oberfläche.
Damit jeder Schluck des perlenden Tropfens zum vollendeten Genuss wird, kommt es auch auf die richtige Wahl bei den Sektgläsern an. Denn erst mit dem richtigen Glas kann sich das Bukett des Sektes richtig entfalten, ohne zu schnell zu entweichen. Drei typische Formen haben sich seit „Erfindung“ des Sektes heraus-kristallisiert: die Sektflöte, die Sektschale und die Sekttulpe. Flöte und Schale sind heute bei Puristen allerdings nicht mehr en vogue.
Die Schale
In den fünfziger Jahren servierte man Sekt gerne in Schalen mit großer Oberfläche. Glücklicherweise ist dieses ungeeignete Glas wieder aus der Mode gekommen. Die Schale bietet eine zu große Oberfläche, aus der Perlen und Bukett schnell entweichen und deshalb das Mousseux sein brillantes Spiel nicht entfalten kann. Wobei Schalen-Fans anmerken, man solle Sekt nicht langsam nippen, sondern beherzt trinken: Die Perlen würden gar keine Zeit haben, sich davonzumachen.Der Kelch
Der schlanke, hohe Kelch erhält die Bläschen wesentlich länger. Zuzuschauen, wie die Perlen in elegantem Kreiseln im Glas hochsteigen, ist fast so genussvoll wie der erste Schluck. Aber was da so meditativ anmutet, beschleunigt die Verflüchtigung enorm. Zudem verhindert die Enge des Glases die Entwicklung des vollen Buketts.Die Tulpe
Damit kommt die dritte, die Idealform aufs Silbertablett: die hochstielige Tulpe, unten ausladend bauchig, nach oben hin leicht verjüngt. Sie lässt die Perlen nur langsam entweichen, konzentriert alle Aromastoffe und bietet dem Genießer das volle Bukett, wie zum Beispiel das feine Chardonnay-Aroma, das einem Premium-Sekt wie Menger-Krug Chardonnay Brut seinen unverwechselbaren Charakter verleiht. Poetisch gestimmte Trinker fassen übrigens den Stiel ganz unten an. Dann singt das Glas beim Anstoßen wie ein Elfenchor. Verwenden Sie dünnwandige, schlanke Gläser, denn darin kann der Sekt sein volles Bukett am besten entfalten. Ideal sind Gläser, die an ihrer tiefsten Stelle eine Aufrauhung besitzen, den so genannten Moussierpunkt. Hier entbindet sich das Mousseux und steigt in einer Kette kleiner Perlen an die Oberfläche.Unser Tipp: Beim Spülen muss man aufpassen. Spülmittel entspannen nicht nur das Wasser, sondern töten auch den Schaum, so dass der Sekt nicht mehr perlt. Sektgläser sollten deshalb mit klarem, heißem Wasser gespült und mit einem feinen Tuch ausgerieben werden.
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Der Löffel im Flaschenhals – wirksam oder ein Märchen?
Bei der Methode „Löffel im Flaschenhals“ handelt es sich tatsächlich um eine Legende. Eine geöffnete Flasche Sekt hält am besten mit einem Sektflaschenverschluss, der die Flasche dicht abschließt. Eine mindestens halbvolle Sektflasche kann damit ihre Kohlensäure im Kühlschrank für gut einen Tag halten. Grundsätzlich empfiehlt es sich jedoch, Sekt direkt nach dem Öffnen der Flasche zu trinken, denn nur dann hat er sein volles Aroma und auch den höchsten Anteil an Kohlensäure.
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Wie kommt der Sektkorken in die Flasche?
Sektkorken werden heute in der Regel maschinell hergestellt und gepresst. Manchmal erfolgt das Pressen auch noch durch eine Handmaschine. Der Korken wird dann mit einem Stößel in die Flasche gedrückt. Sehr wichtig ist – gerade bei einem Naturkorken – die Qualität des verwendeten Materials. Um den kostbaren Inhalt zu schützen, muss er bruchfest, drehfest (bis 45 Grad Torsionswinkel) und extrem dicht sein.
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Sekt oder Champagner – was ist der Unterschied?
Champagner unterscheidet sich von Sekt durch seine Herkunft. Nur moussierende Weine aus der französischen Region „Champagne“ dürfen als Champagner bezeichnet werden.
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Ist Prosecco auch ein Sekt?
Seit 2010 steht die Bezeichnung Prosecco für eine streng kontrollierte Herkunftsbezeichnung, die Qualität und eine klar wieder erkennbare Identität des italienischen Schaumweins sichert und die tausendjährige Geschichte des Weinbaus in der Region Veneto schützt und fördert. Seitdem dürfen nur noch Schaumweine aus den zugelassenen neun Provinzen Treviso, Belluno, Venezia, Vicenza, Padova, Pordenone, Udine, Gorizia und Trieste die Bezeichnung Prosecco D.O.C. führen. Ausschließlich Erzeugnisse der gesetzlich definierten Regionen um die Gemeinden Valdobbiadene und Conegliano besitzen seit Gültigkeit der neuen Verordnung den Status D.O.C.G.-Prosecco. So dürfen sich über Italien hinaus echte Prosecco-Erzeugnisse in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Preisklassen ihrer besonderen Herkunft rühmen und können den Nachweis für beste Qualität erbringen.
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Die richtige Lagerung von Sekt?
Der Sekt verlässt die Kellereien auf dem Höhepunkt seiner Reife. Danach beginnt ein natürlicher Alterungsprozess. Nach etwa 2–3 Jahren tritt ein Alterston im Sekt auf, der an den Geschmack von Sherry erinnern kann. Außerdem verliert zu lange gelagerter Sekt sein Perlen. Wir empfehlen daher, Sekt nicht allzu lange zu lagern und möglichst bald zu genießen.
Wenn Sie einige Hinweise beachten, können Sie Sektflaschen mit Polystopfen bis zu 2 Jahre und solche mit Naturkorken bis zu 3 Jahre lagern. Grundsätzlich sollten Sektflaschen kühl, ruhig und dunkel gelagert werden. Eine stehende Lagerung ist einer liegenden vorzuziehen, da hierdurch die Wahrscheinlichkeit von Korkschmeckern und Druckverlusten vermindert wird. Kellerräume oder spezielle Weinkühlschränke sind ideal zur Aufbewahrung.
Schädlich für den Sekt sind Temperaturschwankungen und häufiges Herunterkühlen. Auch der Transport im überhitzten Kofferraum schadet dem Sekt. Vor starker Lichteinwirkung sollte der Sekt ebenfalls geschützt werden, da das Licht die Oxidationsprozesse und damit die Alterung beschleunigt und den Geschmack beeinflussen kann.
Aus Sicherheitsgründen sollten Sektflaschen nicht in Tonröhren oder Steinregalen gelagert werden, da deren rauhe Oberfläche die Flasche beschädigen und das Bersten begünstigen kann.
Bevor der Sekt eingeschenkt wird, sollte er Zeit haben, sich vom Transport zu erholen, damit sich das Kohlendioxid wieder mit dem Sekt verbindet und die Flasche beim Öffnen nicht überschäumt.
Dieses sind die häufigsten Fragen, die Sie, liebe Leser, direkt an uns richten. Natürlich hat diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wir freuen uns sehr, wenn Sie an dieser Stelle gern noch eine weitere, dringende Frage beantwortet haben möchten. Sollte dies der Fall sein zögern Sie bitte nicht sondern schreiben Sie uns hier, wir antworten Ihnen gern.
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