Ohne Alkohol gibt es keinen Sekt, schon von Gesetzes wegen nicht. Sein Gehalt ist vorgeschrieben: Er muss bei Qualitätsschaumwein 10 % vol, beim Qualitätsschaumwein b.A. 10,5 % vol betragen. 12 % vol werden selten überschritten. Obwohl selbst relativ geschmacksfrei, ist Alkohol unerlässlicher „Geschmacksträger“ im Sekt und wirkt – auch durch die Kohlensäure – euphorisierend und stimulierend. Übrigens: Alkohol ist nur bei Missbrauch gefährlich und schädlich, niemals bei ein paar Glas Sekt.

Sekt, dessen Cuvée aus den Weinen eines bestimmten Anbaugebietes stammt, nennt man b.A.-Sekt. Seit September 1995 erhalten b.A.- und wahlweise Rebsortensekte als Zertifikat ihrer besonderen Qualität und Güte eine „amtliche Prüfnummer“ (AP-Nummer). Sie setzt sich zusammen aus dem Kennbuchstaben des Bundeslandes, in dem der Sekt hergestellt wurde, einer dreistelligen Betriebskennziffer und einer vierstelligen Cuvéenummer, deren letzte beiden Ziffern aussagen, in welchem Jahr der Sekt die Kellerei verlassen hat.
Mit „b.A.“ (bestimmte Anbaugebiete) bezeichneter Sekt, dessen Cuvée aus Weinen eines einzigen „bestimmten“ Anbaugebietes stammen (also aus einem der 13 deutschen Weingebiete wie Rheingau, Nahe, Franken).
Früher ein hoffnungsloser Fall. Mit einem Spezialverschluss oder Plastikstopfen verschlossen und im Kühlschrank aufbewahrt, kann man angebrochene Flaschen noch ein, zwei Tage mit Genuss trinken. Die Kälte „lähmt“ die Kohlensäure ein wenig, sodass sie langsamer entweicht. Es gibt sogar kleine, auf die Flasche zu setzende Pumpen, mit denen man Gegendruck erzeugen kann, sodass der Sekt tagelang frisch bleibt.
Als appetitanregender, aber nicht sattmachender Aperitif ist nichts besser geeignet, als ein Glas gut gekühlten Sekts: Ganz gleich, ob man ihn pur genießt oder „Before-Dinner-Drinks“ damit sprudelndes Leben einhaucht – Sekt macht munter und bereitet stimmungsvoll auf festliche Speisen vor.
Nur aus Asti, Cuneo und Alessandria (Norditalien) stammender, stets süßer Schaumwein aus der Muskatellerrebe. Ausnahme bei der Herstellung: Es gibt keine zweite Gärung des Weines. Die erste Gärung des Mostes wird durch Unterkühlung gestoppt, wenn 7—9 % vol Alkohol erreicht sind. Danach wird die Hefe herausgefiltert.



